Gruppenschulung
Professionelle Piercing-Grundausbildung · 2 Tage · 799 € inkl. MwSt.
Die Gruppenschulung richtet sich an Einsteiger, die das professionelle Piercen von Grund auf erlernen möchten. In einer kleinen Gruppe werden die wichtigsten theoretischen Grundlagen vermittelt und anschließend unter persönlicher Anleitung an echten Probanden praktisch umgesetzt.
Der Kurs vermittelt nicht nur einzelne Stichabläufe, sondern den vollständigen professionellen Arbeitsprozess – von der anatomischen Beurteilung und Auswahl des passenden Schmucks bis zur Durchführung, Nachsorge und späteren Kontrolle.
- Dauer
- 2 Tage · Theorie und betreute Praxis
- Preis
- 799 € inkl. MwSt.
- Gruppe
- max. 5 Teilnehmer
- Ort
- Tattoo Fashion, Landshuter Allee 42, 80637 München
Termine
- 20.–21. November 2026
- Fr + Sa
- 18.–19. Dezember 2026
- Fr + Sa
- 22.–23. Januar 2027
- Fr + Sa
- 19.–20. Februar 2027
- Fr + Sa
- 19.–20. März 2027
- Fr + Sa
- 23.–24. April 2027
- Fr + Sa
- 21.–22. Mai 2027
- Fr + Sa
- 25.–26. Juni 2027
- Fr + Sa
Jeweils Freitag und Samstag. Freie Plätze siehst du direkt bei der Buchung.
Tag 1 – Theorie
Freitag · 10:00 bis ca. 18:00 Uhr
Am ersten Schulungstag werden die fachlichen Grundlagen behandelt:
- Hygiene, Desinfektion und sterile Arbeitsweise
- Vorbereitung und Aufbau des Arbeitsplatzes
- Haut-, Gewebe- und Gefäßanatomie
- Anatomische Eignung und Ausschlusskriterien
- Beratung, Aufklärung und Einverständniserklärung
- Auswahl geeigneter Schmuckmaterialien
- Schmuckstärken, Längen und Erstschmuckgrößen
- Verwendung der verschiedenen Piercingwerkzeuge
- Richtiges Anzeichnen und Kontrollieren der Platzierung
- Stichrichtung, Stichwinkel und Positionierung
- Schwellungsreserven und Schmuckanpassung
- Heilungsverlauf und realistische Heilungszeiten
- Professionelle Nachsorgeberatung
- Kontrolle und Downsizing
- Erkennen von Reizungen und möglichen Komplikationen
- Dokumentation und hygienische Nachbereitung
Tag 2 – Betreute Praxis
Samstag · Treffen um 9:45 Uhr, Praxisbeginn um 10:00 Uhr, Ende ungefähr 21:00 bis 22:00 Uhr
Am zweiten Tag wird das theoretische Wissen praktisch umgesetzt. Die Teilnehmer arbeiten unter enger persönlicher Betreuung an echten Probanden.
Jedes Piercing wird gemeinsam vorbereitet:
- Anatomie kontrollieren
- Eignung der Platzierung beurteilen
- Position anzeichnen und besprechen
- passenden Erstschmuck auswählen
- Arbeitsplatz vollständig vorbereiten
- Piercing kontrolliert durchführen
- Schmuck sicher einsetzen
- Ergebnis überprüfen
- Probanden über die Nachsorge informieren
- Arbeitsplatz hygienisch nachbereiten
Diese Piercings gehören zur Gruppenschulung
Ohrpiercings
- Lobe
Das klassische Ohrläppchenpiercing wird durch das weiche Gewebe des Ohrläppchens gesetzt. Behandelt werden die richtige Positionierung, symmetrisches Anzeichnen, der passende Stichwinkel und die Auswahl einer geeigneten Erstschmucklänge.
- Helix
Das Helix-Piercing befindet sich am äußeren Knorpelrand des Ohres. Die Teilnehmer lernen, wie der Knorpelverlauf beurteilt, eine druckfreie Platzierung geplant und der Stichkanal für den später gewünschten Schmuck korrekt ausgerichtet wird.
- Tragus
Der Tragus ist der kleine Knorpelbereich direkt vor dem Gehörgang. Vermittelt werden die anatomische Eignungsprüfung, das sichere Anzeichnen, die Kontrolle der Gewebestärke sowie die Auswahl eines passenden Labrets.
- Conch
Das Conch-Piercing wird durch die innere Ohrmuschel gesetzt. Bestandteil der Schulung sind die Beurteilung der Ohrform, die Wahl einer geeigneten Position, die Stichrichtung und die Planung im Hinblick auf späteren Schmuck.
Nasenpiercings
- Nostril
Das Nostril wird seitlich durch den Nasenflügel gestochen. Die Teilnehmer lernen, die Position an die individuelle Nasenform anzupassen, den richtigen Winkel festzulegen und ausreichend Platz für die anfängliche Schwellung einzuplanen.
- Septum
Das Septum-Piercing wird durch den geeigneten weichen Gewebebereich unterhalb des Nasenknorpels – den sogenannten Sweet Spot – gesetzt. Gezeigt werden das sichere Ertasten des Bereichs, symmetrisches Anzeichnen und die gerade Ausrichtung des Piercings.
Gesichts- und Oralpiercings
- Augenbraue
Das Augenbrauenpiercing verläuft durch das geeignete Gewebe im äußeren Bereich der Augenbraue. Behandelt werden die Auswahl einer stabilen Position, die Gewebestärke, der Stichkanal und das Risiko von Druck, Migration und Herauswachsen.
- Labret beziehungsweise Lippenpiercing
Das Labret wird im Bereich der Lippe platziert und verläuft durch Haut- und Schleimhautgewebe. Die Schulung behandelt die anatomische Positionierung, den Abstand zu Zähnen und Zahnfleisch, die Schwellungsreserve sowie das spätere Downsizing.
- Zungenpiercing
Das klassische Zungenpiercing wird vertikal im geeigneten mittleren Bereich der Zunge gesetzt. Die Teilnehmer lernen, sichtbare Gefäße und ungeeignete Bereiche zu erkennen, die Zungenanatomie zu beurteilen und ausreichend Platz für die anfängliche Schwellung einzuplanen.
Körper- und Surface-Piercings
- Bauchnabelpiercing
Beim Bauchnabelpiercing wird die geeignete Hautfalte am Bauchnabel durch zwei markierte Punkte gepierct. Behandelt werden die anatomische Eignung, die Tiefe des Stichkanals, die Platzierung im Gewebe und die Vermeidung von zu flach gesetzten Piercings.
- Dermal Anchor
Ein Dermal Anchor ist ein einpunktiges Oberflächenpiercing, bei dem eine kleine Basis unter der Haut sitzt und nur der Aufsatz sichtbar bleibt. Vermittelt werden die Auswahl einer geeigneten Körperstelle, die Beurteilung der Haut und die korrekte Positionierung des Anchors.
- Surface-Piercing
Ein Surface-Piercing verläuft unter einer flachen Hautoberfläche und besitzt zwei sichtbare Austrittspunkte. Die Teilnehmer lernen, geeignete und ungeeignete Körperstellen zu unterscheiden, die Hautspannung einzuschätzen und einen passenden Surface Bar auszuwählen.
Ziel der Gruppenschulung
Nach der Schulung kennen die Teilnehmer den vollständigen professionellen Ablauf eines Piercings – von der Beratung und anatomischen Beurteilung über die sterile Vorbereitung und Durchführung bis zur Nachsorge und Kontrolle.
Besonderer Wert wird auf sicheres, anatomisch verantwortungsvolles Arbeiten gelegt. Die Teilnehmer lernen deshalb auch, wann ein Piercing aufgrund der individuellen Anatomie nicht durchgeführt werden sollte.
Wichtiger Hinweis zur Praxis
Alle genannten Piercings werden im Kurs theoretisch erklärt und fachlich besprochen. Welche Piercings am Praxistag tatsächlich durchgeführt werden können, hängt von den angemeldeten Probanden, ihrer anatomischen Eignung und dem jeweiligen Kursablauf ab.
Es kann daher nicht garantiert werden, dass jeder Teilnehmer jedes einzelne Piercing selbst sticht. Alle praktischen Arbeiten erfolgen unter direkter Betreuung und Kontrolle des Ausbilders.
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