Fernschulung
Mobile 1:1-Ausbildung in deinem Studio · 2 Tage · 1.999 € inkl. MwSt.
Bei dieser Fernschulung handelt es sich nicht um einen Onlinekurs. Der Ausbilder kommt persönlich in das Studio des Teilnehmers und führt dort eine vollständige zweitägige 1:1-Piercing-Ausbildung durch.
Inhaltlich entspricht die Fernschulung der regulären Einzelschulung in München. Der große Vorteil: Die Ausbildung findet direkt im eigenen Studio und am späteren Arbeitsplatz des Teilnehmers statt. So können die vorhandenen Räumlichkeiten, Arbeitsabläufe, Werkzeuge und Materialien direkt in die Schulung einbezogen und gemeinsam optimiert werden.
- Dauer
- 2 Tage · Theorie und betreute Praxis
- Preis
- 1.999 € inkl. MwSt.
- Betreuung
- 1:1, der Ausbilder kommt zu dir
- Ort
- Dein eigenes Studio
Deine Vorteile bei der Fernschulung
- Persönliche 1:1-Betreuung im eigenen Studio
- Keine Anreise nach München notwendig
- Ausbildung am eigenen Arbeitsplatz
- Individuelle Anpassung an den Wissensstand
- Lernen im persönlichen Tempo
- Direkte Korrektur bei jedem Arbeitsschritt
- Ausführliche Theorie und betreute Praxis
- Praktische Arbeit an echten Probanden
- Analyse der vorhandenen Studioausstattung
- Optimierung des Arbeitsplatzes und der Arbeitsabläufe
- Unterstützung bei der Gewinnung von Probanden
- Ideal für Einsteiger und Piercer mit Vorkenntnissen
Tag 1 – Individuelle Theorie im eigenen Studio
10:00 bis ca. 18:00 Uhr
Am ersten Schulungstag werden die theoretischen Grundlagen des professionellen Piercens vermittelt. Die Schulung findet direkt im Studio des Teilnehmers statt und kann an die vorhandenen Kenntnisse und den späteren Arbeitsalltag angepasst werden.
Theoretische Schulungsinhalte
- Persönliche Hygiene und Händehygiene
- Flächen-, Haut- und Instrumentendesinfektion
- Steriles und hygienisches Arbeiten
- Vermeidung von Kreuzkontaminationen
- Vorbereitung und Aufbau des Arbeitsplatzes
- Trennung steriler und unsteriler Arbeitsbereiche
- Haut-, Gewebe- und Gefäßanatomie
- Anatomische Eignung und Ausschlusskriterien
- Beratung und Aufklärung der Kunden
- Anamnese und Einverständniserklärung
- Auswahl geeigneter Piercingwerkzeuge
- Auswahl der passenden Kanülenstärke
- Schmuckmaterialien und Materialqualität
- Schmuckstärken, Längen und Erstschmuckgrößen
- Schwellungsreserven beim Erstschmuck
- Anzeichnen und Kontrollieren der Platzierung
- Stichrichtung, Stichwinkel und Tiefe
- Einsetzen und Verschließen des Schmucks
- Heilungsverlauf und Heilungszeiten
- Nachsorge und Pflegeempfehlungen
- Kontrolltermine und Downsizing
- Erkennen von Reizungen und Komplikationen
- Dokumentation und hygienische Nachbereitung
- Grenzen der eigenen Tätigkeit
Kontrolle des vorhandenen Arbeitsplatzes
Da die Schulung im Studio des Teilnehmers stattfindet, kann der vorhandene Arbeitsplatz direkt gemeinsam überprüft werden.
Dabei werden unter anderem folgende Punkte besprochen:
- Raumaufteilung und Arbeitswege
- Positionierung der Arbeitsmaterialien
- Vorbereitung steriler Arbeitsflächen
- Trennung von sauberen und verunreinigten Bereichen
- Vorhandene Desinfektionsmittel
- Aufbewahrung steriler Materialien
- Entsorgung benutzter Kanülen
- Vorhandene Piercingwerkzeuge
- Verfügbare Schmuckgrößen
- Organisation der Kundenunterlagen
- Möglichkeiten zur Verbesserung der Arbeitsabläufe
Welche Werkzeuge, Schmuckstücke und Verbrauchsmaterialien für die Schulung vorhanden sein müssen, wird vor dem Termin gemeinsam abgestimmt.
Tag 2 – Betreute Praxis an echten Probanden
Treffen und Vorbereitung um 9:45 Uhr, Praxisbeginn um 10:00 Uhr, Ende gegen 18:00 Uhr
Am zweiten Tag wird das theoretische Wissen direkt im Studio praktisch umgesetzt. Der Teilnehmer führt die Piercings selbst durch und wird während des gesamten Ablaufs persönlich begleitet.
Jeder Proband wird gemeinsam vorbereitet:
- Begrüßung und Beratung
- Anamnese und Einverständniserklärung
- Kontrolle möglicher Ausschlusskriterien
- Anatomische Beurteilung
- Auswahl der geeigneten Platzierung
- Auswahl des passenden Erstschmucks
- Vorbereitung des Arbeitsplatzes
- Hygienische Vorbereitung des Probanden
- Anzeichnen des Piercings
- Kontrolle von Position und Symmetrie
- Festlegung von Stichrichtung und Stichwinkel
- Durchführung unter direkter Betreuung
- Einsetzen und Kontrollieren des Schmucks
- Nachsorgeberatung
- Dokumentation
- Hygienische Nachbereitung des Arbeitsplatzes
Unsicherheiten werden unmittelbar besprochen und korrigiert. Dadurch erhält der Teilnehmer ein direktes und persönliches Feedback zu seiner Technik und Arbeitsweise.
Diese Standardpiercings gehören zur Fernschulung
Ohrpiercings
- Lobe
Das klassische Ohrläppchenpiercing wird durch das weiche Gewebe des Ohrläppchens gesetzt. Behandelt werden die Auswahl der Position, symmetrisches Anzeichnen, Stichrichtung und geeigneter Erstschmuck.
- Helix
Das Helix-Piercing befindet sich am äußeren Knorpelrand des Ohres. Vermittelt werden die Beurteilung des Knorpelverlaufs, eine druckfreie Platzierung und die richtige Ausrichtung des Stichkanals.
- Tragus
Der Tragus ist der kleine Knorpelbereich direkt vor dem Gehörgang. Behandelt werden die anatomische Eignung, Gewebestärke, Platzierung und Auswahl eines geeigneten Labrets.
- Conch
Das Conch-Piercing wird durch die innere Ohrmuschel gesetzt. Der Teilnehmer lernt, unterschiedliche Ohrformen zu beurteilen und eine geeignete Position für den gewünschten Schmuck zu planen.
Nasenpiercings
- Nostril
Das Nostril wird seitlich durch den Nasenflügel gesetzt. Behandelt werden die individuelle Nasenform, Positionierung, Stichrichtung und Auswahl eines geeigneten Erstschmucks.
- Septum
Das Septum-Piercing wird durch den geeigneten weichen Gewebebereich unterhalb des Nasenknorpels gesetzt. Vermittelt werden das Ertasten des Sweet Spots, symmetrisches Anzeichnen und die gerade Ausrichtung.
Gesichts- und Oralpiercings
- Augenbraue
Das Augenbrauenpiercing verläuft durch geeignetes Gewebe im äußeren Bereich der Augenbraue. Behandelt werden Gewebestärke, Platzierung sowie die Risiken von Druck, Migration und Herauswachsen.
- Labret beziehungsweise Lippenpiercing
Das Labret wird im Bereich der Lippe gesetzt und verläuft durch Haut- und Schleimhautgewebe. Der Schwerpunkt liegt auf der Positionierung, dem Abstand zu Zähnen und Zahnfleisch sowie der passenden Schmucklänge.
- Zungenpiercing
Das klassische Zungenpiercing wird vertikal in einem anatomisch geeigneten Bereich der Zunge gesetzt. Behandelt werden Zungenanatomie, sichtbare Gefäße, Schwellungsreserven und die orale Nachsorge.
Körper- und Surface-Piercings
- Bauchnabelpiercing
Beim Bauchnabelpiercing wird eine anatomisch geeignete Hautfalte durch zwei markierte Punkte gepierct. Behandelt werden Eignung, Stichkanaltiefe und die Vermeidung zu oberflächlicher Platzierungen.
- Dermal Anchor
Ein Dermal Anchor ist ein einpunktiges Oberflächenpiercing, bei dem die Basis unter der Haut sitzt und nur der Aufsatz sichtbar bleibt. Vermittelt werden die Auswahl geeigneter Körperstellen, Gewebebeurteilung und korrekte Platzierungsplanung.
- Surface-Piercing
Ein Surface-Piercing verläuft unter einer flachen Hautoberfläche und besitzt zwei sichtbare Austrittspunkte. Der Teilnehmer lernt, geeignete Körperstellen zu erkennen, Hautspannung und Bewegung zu berücksichtigen und einen passenden Surface Bar auszuwählen.
Organisation der Probanden
Die Organisation und Terminierung der Probanden übernimmt das Studio, in dem die Fernschulung durchgeführt wird. Dadurch können die Modelle direkt aus dem bestehenden Kundenkreis oder aus der jeweiligen Region gewonnen werden.
Der Teilnehmer wird bei der Probandensuche unterstützt. Gemeinsam können beispielsweise folgende Maßnahmen vorbereitet werden:
- Texte für Instagram und Facebook
- Story-Aufrufe
- WhatsApp-Nachrichten
- Aushänge im Studio
- Aufrufe an bestehende Kunden
- Anmeldeformulare
- Einteilung der Probanden nach Piercingart und Uhrzeit
- Erstellung einer übersichtlichen Probandenliste
Das Studio ist dafür verantwortlich, ausreichend geeignete Probanden zu organisieren und die Termine verbindlich zu bestätigen. Wie viele Probanden benötigt werden und welche Piercings eingeplant werden sollen, wird vor der Schulung gemeinsam abgestimmt.
Voraussetzungen im Studio
Für die Durchführung der Fernschulung muss ein geeigneter, hygienisch vorbereiteter Arbeitsbereich vorhanden sein.
Benötigt werden unter anderem:
- Ein geeigneter Piercingarbeitsplatz
- Desinfizierbare Arbeitsflächen
- Gute Beleuchtung
- Möglichkeit zur Händehygiene
- Geeignete Desinfektionsmittel
- Sterile Verbrauchsmaterialien
- Passende Piercingkanülen
- Geeigneter Erstschmuck
- Benötigte Piercingwerkzeuge
- Kanülenabwurfbehälter
- Einverständnis- und Anamneseunterlagen
- Pflege- und Nachsorgeinformationen
Die genaue Material- und Werkzeugliste wird vor dem Schulungstermin abgestimmt.
Ziel der Fernschulung
Nach der Schulung kennt der Teilnehmer den vollständigen professionellen Ablauf eines Piercings – von der Beratung und anatomischen Beurteilung über die sterile Vorbereitung und Durchführung bis zur Nachsorge und Kontrolle.
Da die Ausbildung direkt im eigenen Studio stattfindet, können die erlernten Abläufe anschließend in der vertrauten Arbeitsumgebung weitergeführt werden.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf verantwortungsvollem und anatomisch sinnvollem Arbeiten. Der Teilnehmer lernt deshalb nicht nur, wie ein Piercing gesetzt wird, sondern auch, wann eine Platzierung abgelehnt werden sollte.
Wichtiger Hinweis zur praktischen Durchführung
Alle genannten Standardpiercings werden theoretisch erklärt und fachlich besprochen. Welche Piercings am Praxistag tatsächlich durchgeführt werden können, hängt von den organisierten Probanden, ihrer individuellen Anatomie und dem zeitlichen Ablauf ab.
Es kann deshalb nicht garantiert werden, dass jedes einzelne Piercing praktisch durchgeführt wird. Je besser und vielseitiger die Probanden durch das Studio organisiert werden, desto abwechslungsreicher kann der praktische Schulungstag gestaltet werden.
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