Grundausbildung · Format 01

Einzelschulung

Intensive 1:1-Piercing-Ausbildung · 2 Tage · 1.399 € inkl. MwSt.

Die Einzelschulung richtet sich an Teilnehmer, die eine besonders intensive Piercing-Ausbildung mit vollständiger persönlicher Betreuung wünschen. Während der gesamten Schulung steht der Ausbilder ausschließlich einem Teilnehmer zur Verfügung.

Dadurch können die Inhalte an den persönlichen Wissensstand, das individuelle Lerntempo und die bisherigen Erfahrungen angepasst werden. Fragen können direkt geklärt, Arbeitsschritte mehrfach wiederholt und Unsicherheiten unmittelbar korrigiert werden.

Die 1:1-Schulung eignet sich sowohl für ernsthafte Einsteiger als auch für Piercer mit Vorkenntnissen, die ihre Arbeitsweise kontrollieren und ihre Technik verbessern möchten.

Dauer
2 Tage · persönliche Theorie und betreute Praxis
Preis
1.399 € pro Seminar inkl. MwSt.
Betreuung
1:1, der Ausbilder ist nur für dich da
Ort
Tattoo Fashion, Landshuter Allee 42, 80637 München

Deine Vorteile bei der Einzelschulung

Tag 1 – Individuelle Theorie

Freitag · 10:00 bis ca. 18:00 Uhr

Am ersten Schulungstag werden die vollständigen theoretischen Grundlagen des professionellen Piercens vermittelt. Die Inhalte können dabei individuell an die Vorkenntnisse des Teilnehmers angepasst werden.

Theoretische Schulungsinhalte

Durch die 1:1-Betreuung können einzelne Themen ausführlicher behandelt und direkt auf den späteren Arbeitsalltag des Teilnehmers übertragen werden.

Tag 2 – Persönlich betreute Praxis

Samstag · Treffen um 9:45 Uhr, Praxisbeginn um 10:00 Uhr, Ende gegen 18:00 Uhr

Am zweiten Schulungstag wird das theoretische Wissen an echten Probanden praktisch umgesetzt. Der Teilnehmer führt die einzelnen Arbeitsschritte selbstständig durch und wird dabei durchgehend vom Ausbilder begleitet.

Jedes Piercing wird gemeinsam vorbereitet:

  1. Beratung des Probanden
  2. Anamnese und Kontrolle möglicher Ausschlusskriterien
  3. Beurteilung der individuellen Anatomie
  4. Auswahl einer geeigneten Platzierung
  5. Auswahl des passenden Erstschmucks
  6. Vorbereitung des Arbeitsplatzes
  7. Hygienische Vorbereitung des Probanden
  8. Genaues Anzeichnen des Piercings
  9. Kontrolle von Position und Symmetrie
  10. Festlegung von Stichrichtung und Stichwinkel
  11. Durchführung unter direkter Betreuung
  12. Einsetzen und Kontrollieren des Schmucks
  13. Nachsorgeberatung des Probanden
  14. Dokumentation des Eingriffs
  15. Hygienische Nachbereitung des Arbeitsplatzes

Fehler und Unsicherheiten werden sofort besprochen und korrigiert. Dadurch erhält der Teilnehmer ein direktes und ehrliches Feedback zu seiner Technik und Arbeitsweise.

Diese Piercings gehören zur Einzelschulung

Ohrpiercings

  1. Lobe

    Das klassische Ohrläppchenpiercing wird durch das weiche Gewebe des Ohrläppchens gesetzt. Behandelt werden die Auswahl einer passenden Position, symmetrisches Anzeichnen, die richtige Stichrichtung und die Auswahl eines geeigneten Erstschmucks.

  2. Helix

    Das Helix-Piercing befindet sich am äußeren Knorpelrand des Ohres. Vermittelt werden die Beurteilung des Knorpelverlaufs, die Planung einer druckfreien Platzierung und die richtige Ausrichtung des Stichkanals.

  3. Tragus

    Der Tragus ist der kleine Knorpelbereich direkt vor dem Gehörgang. Bestandteil der Schulung sind die anatomische Eignungsprüfung, die Kontrolle der Gewebestärke, das sichere Anzeichnen und die Auswahl eines passenden Labrets.

  4. Conch

    Das Conch-Piercing wird durch die innere Ohrmuschel gesetzt. Der Teilnehmer lernt, die Ohrform zu beurteilen, eine geeignete Position festzulegen und die Platzierung im Hinblick auf den später gewünschten Schmuck zu planen.

Nasenpiercings

  1. Nostril

    Das Nostril wird seitlich durch den Nasenflügel gesetzt. Behandelt werden die Anpassung der Position an die individuelle Nasenform, der richtige Stichwinkel und die Auswahl eines geeigneten Erstschmucks mit ausreichender Schwellungsreserve.

  2. Septum

    Das Septum-Piercing wird durch den geeigneten weichen Gewebebereich unterhalb des Nasenknorpels gesetzt. Vermittelt werden das Ertasten des sogenannten Sweet Spots, die symmetrische Platzierung und die gerade Ausrichtung des Piercings.

Gesichts- und Oralpiercings

  1. Augenbraue

    Das Augenbrauenpiercing verläuft durch geeignetes Gewebe im äußeren Bereich der Augenbraue. Behandelt werden Gewebestärke, Platzierung, Stichkanal und die Risiken von Druck, Migration und Herauswachsen.

  2. Labret beziehungsweise Lippenpiercing

    Das Labret wird im Bereich der Lippe platziert und verläuft durch Haut- und Schleimhautgewebe. Der Schwerpunkt liegt auf der Positionierung, dem Abstand zu Zähnen und Zahnfleisch sowie der richtigen Schmucklänge für die anfängliche Schwellung.

  3. Zungenpiercing

    Das klassische Zungenpiercing wird vertikal im anatomisch geeigneten mittleren Bereich der Zunge gesetzt. Der Teilnehmer lernt, sichtbare Gefäße und ungeeignete Bereiche zu erkennen und die Platzierung sowie den Erstschmuck verantwortungsvoll zu planen.

Körper- und Surface-Piercings

  1. Bauchnabelpiercing

    Beim Bauchnabelpiercing wird eine anatomisch geeignete Hautfalte durch zwei markierte Punkte gepierct. Behandelt werden die Beurteilung der Anatomie, die richtige Tiefe des Stichkanals und die Vermeidung einer zu oberflächlichen Platzierung.

  2. Dermal Anchor

    Ein Dermal Anchor ist ein einpunktiges Oberflächenpiercing, bei dem eine kleine Basis unter der Haut sitzt und nur der Aufsatz sichtbar bleibt. Vermittelt werden die Auswahl einer geeigneten Körperstelle, die Beurteilung des Gewebes und die korrekte Positionierung des Anchors.

  3. Surface-Piercing

    Ein Surface-Piercing verläuft unter einer flachen Hautoberfläche und besitzt zwei sichtbare Austrittspunkte. Der Teilnehmer lernt, geeignete und ungeeignete Körperstellen zu unterscheiden, die Hautspannung einzuschätzen und einen passenden Surface Bar auszuwählen.

Individuelle Schwerpunkte

Da es sich um eine Einzelschulung handelt, können bestimmte Inhalte besonders intensiv behandelt werden. Abhängig vom Wissensstand können beispielsweise folgende Schwerpunkte gesetzt werden:

Ziel der Einzelschulung

Nach der Schulung kennt der Teilnehmer den vollständigen professionellen Ablauf eines Piercings – von der Beratung und anatomischen Beurteilung über die hygienische Vorbereitung und Durchführung bis zur Nachsorge und Kontrolle.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf verantwortungsvollem Arbeiten. Der Teilnehmer lernt deshalb nicht nur, wie ein Piercing durchgeführt wird, sondern auch, wann eine Platzierung aufgrund der individuellen Anatomie abgelehnt werden muss.

Wichtiger Hinweis zur Praxis

Alle genannten Piercings werden theoretisch erklärt und fachlich besprochen. Welche Piercings am Praxistag tatsächlich durchgeführt werden können, hängt von den angemeldeten Probanden, ihrer individuellen Anatomie und dem zeitlichen Ablauf ab.

Es kann deshalb nicht garantiert werden, dass innerhalb eines Praxistages jedes einzelne Piercing selbst gestochen wird. Sämtliche praktischen Arbeiten erfolgen unter direkter persönlicher Betreuung und Kontrolle des Ausbilders.

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